Archiv Wanderlaser-Projekt 2016: Unterschied zwischen den Versionen

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Insgesamt war es eine tolle, äußerst positive und sinnvolle Erfahrung und wir danken Cameolaser und dem Verbund offener Werkstätten vielmals, dass sie dies möglich gemacht haben. Das Werkraum-Team wurde erfolgreich mit dem Laser-Fieber infiziert - Heilung nicht in Sicht!!
 
Insgesamt war es eine tolle, äußerst positive und sinnvolle Erfahrung und wir danken Cameolaser und dem Verbund offener Werkstätten vielmals, dass sie dies möglich gemacht haben. Das Werkraum-Team wurde erfolgreich mit dem Laser-Fieber infiziert - Heilung nicht in Sicht!!
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== FabLab NEA ==
 
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Aktuelle Version vom 2. Februar 2017, 10:36 Uhr

Werkraum Augsburg

check out here: http://werkraum-augsburg.de/der-wanderlaser-ist-da/

Wanderlaser - das haben wir damit erreicht

Der Wanderlaser wurde im Werkraum viel für die Bearbeitung von Holzwerkstoffen und Plexiglas eingesetzt, egal ob für kleine Accessoires, Dosen mit "living hinge"- Technologie oder funktionale Dinge wie WC-Beschilderung und Werkzeugaufbewahrung aus Schaumstoff. U.a. hat eine Architekturstudentin die Skalenmodelle für ihre Masterarbeit darauf gefertigt aber vor allem wurde viel experimentiert - mit Einstellungen, Materialien, Design & Konstruktion.. mit dem Ergebnis, dass bei allen Beteiligten im Team die einhellige Meinung herrscht: "So etwas brauchen wir!"

Besonders interessant fanden wir auch die Möglichkeit, in werkzeugloser Fertigung Vorrichtungen & Werkzeuge zu fertigen - von Frässchablonen für die Oberfräse, über einen kleinen Schraubstock, der für die Positionierung dreidimensionaler Werkstücke im Arbeitsbereich des Lasers Gold wert ist, bis hin zu diversen Bohrschablonen etc.. in einer offenen Werkstatt wie dem Werkraum wird so etwas ständig gebraucht und der Laser bietet eine schnelle, komfortable und relativ einfache Möglichkeit, diese herzustellen.

Ein weiterer Anwendungsbereich ist die Textil- und Lederwerkstatt - egal, ob beim Zuschnitt (und Naht vorbohren - goodbye, Ahle, goodbye, Schwielen!) von Leder oder die Fertigung eines geklebten Portemonnaies aus Nylon, das mit thermoplastischem Polyurethan verklebt wurde - gerade für interessante Details ist ein Lasercutter unschlagbar, ganz zu schweigen davon, wie komplex diese damit gestaltet werden können.

Selbst bei unserem regelmäßigen Repair Café konnten wir den Laser einsetzen - z.B. zur Reparatur eines Plattenteller-Unterteils aus Zinkdruckguss, welches, durch Korrosion zerstört, von uns durch ein präzise gelasertes Holzteil ersetzt werden konnte.

Die anfänglichen Probleme, den Laser zuverlässig mit einem benutzbaren System ans Laufen zu bekommen, haben wir nach einigen Einstellarbeiten am Druckertreiber so hinbekommen, dass es erträglich war - ganz komfortabel oder gar absolut benutzersicher war das System leider in der realisierten Form nie. Da könnte die Integration von OS und Druckertreiber noch besser sein, bzw. vor allem die Integration über Adobe Illustrator, unserem bevorzugten Grafikprogramm. Aber - es war definitiv nutzbar!

Was uns sonst noch aufgefallen ist? Es war einfacher, einen Verantwortlichen für die regelmäßige "Wartung und Reinigung" zu finden, als jeden Benutzer einzeln dazu anzuhalten. Die Reinigung ist im Kontext offener Werkstätten sicherlich immer ein Thema - je einfacher, desto besser, da sind schon die teilweise hakeligen Schrauben ein Hindernis, da niemand daran etwas kaputt machen will. Die Befestigung des Gitter-Kastens könnte in dem Zusammenhang einfacher zu lösen sein. Die Test-CD funktionierte leider überhaupt nicht - wir konnten daher auch keinen vernünftigen Test-Cut damit machen. Der Intel NUC, den wir zum Lasern verwendet haben, hatte auch gar kein CD-Laufwerk mehr.. aber auch auf anderen Rechnern lief diese nicht. Ein Mac OSX Treiber wäre schön - gerade bei Designern, Architekten etc. ist die Verbreitung der Apple-Systeme doch recht groß, auch wird hier weniger mit Corel Draw gearbeitet. Insofern verständlich, dass dieses Programm noch mit am besten integriert ist, wenn man die Hauptzielgruppe der Werbetechniker betrachtet. Für den Kontext der offenen Werkstätten spielen dagegen quelloffene Programme eine größere Rolle oder eben die im Designbereich anzutreffenden Adobe-Applikationen, die viele Anwender auch bei uns nutzen.

Sehr positiv ist uns die unproblematische Hardware aufgefallen, genauso wie die Zuverlässigkeit. Von Druckern bekannte Abbrüche und Probleme waren nach Überwindung der anfänglichen Schwierigkeiten (die eher mit den OS-Einstellungen zu tun hatten) selten und sind fast nie in kritischen Momenten zum Tragen gekommen. Alles in allem hat sich der Laser sogar monetär rentiert, wir konnten die (natürlich auch geringen...) Nutzungskosten durch Nutzungsgebühren komplett refinanzieren. Dabei haben wir im Werkraum noch nicht einmal das volle Marketing-potential des Lasercutters ausgenutzt, weil wir uns erst mal vor allem auch selbst ( im Team) mit der Materie auseinandersetzen wollten.

Insgesamt war es eine tolle, äußerst positive und sinnvolle Erfahrung und wir danken Cameolaser und dem Verbund offener Werkstätten vielmals, dass sie dies möglich gemacht haben. Das Werkraum-Team wurde erfolgreich mit dem Laser-Fieber infiziert - Heilung nicht in Sicht!!

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FabLab NEA

kommt noch ...

Babel in Reverse

http://www.nrw-forum.de/vermittlung

Im Rahmen des Programms „Kultur und Spracherwerb“ findet im NRW-Forum das Projekt BABEL IN REVERS für geflüchtete Jugendliche statt.

An dem Projekt nehmen geflüchtete Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 9 und 17 Jahre teil. Das Problem der verbalen Verständigung wird durch das gemeinsame Bauen an dem sprichwörtlichen Turm zu Babel überwunden. Die Geschichte des Sprachverlustes wird umgekehrt, indem die Protagonisten ihre Sprachbarrieren überwinden und zusammen ein Werk erschaffen, das für Akzeptanz und Respekt steht. Zu Worten und Begriffen aus dem Lebensumfeld der Geflüchteten gestalten sie Tafeln in Handyformaten. Das Handy steht hier nicht nur als Sinnbild des digitalen Zeitalters, sondern ist auch das –oft einzige - Verbindungsglied zu Heimat und Familie. Mit ihren teilweise schon beachtlichen Deutschkenntnissen, durch Mimik und Körpersprache, aber auch, indem sie sich gegenseitig bei der Übersetzung helfen, geben die Jugendlichen Erklärungen zu Ihren kleinen Werken ab. So werden immer mehr Worte aus den unterschiedlichsten Sprachen in verschiedensten Techniken übereinander geschichtet. Es werden auch technische Geräte eingebaut – alte Smartphones, Tablets, Fernseher, auf denen Videos oder wechselnde Bilder zu den gewählten Begriffen laufen. Aus Erinnerungen, persönlichen Eindrücken und Wünschen jedes Einzelnen wird eine ergreifende Installation, die in einer Abschlusspräsentation am 22.12.2016 im NRW-Forum gewürdigt werden soll. Es ist beeindruckend zu erleben, mit welcher Lebensfreude und Neugier die jungen Menschen dieses Projekt annehmen und mit welchem Eifer sie bei der Sache sind.


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erfindergarden

FabLab für Kinder ... in München.[1]
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